*
Menu-Smartphone
blockHeaderEditIcon

Schriftzug-Smartphone
blockHeaderEditIcon

Blumen Bock am Hauptfriedhof Frankfurt

Kurz-Menu-Oben
blockHeaderEditIcon
NM_Schriftzug
blockHeaderEditIcon
Blumen Bock am Hauptfriedhof Frankfurt
Start-Slider
blockHeaderEditIcon
Smartphone-Hauptmenu
blockHeaderEditIcon
Ueberschrift-Aktuelles
blockHeaderEditIcon

Aktuelles

Aktuelle Veranstaltungen bei Blumen Bock Frankfurt Eckenheim - am HauptfriedhofÜber Blumen-Bock: Floristik in Frankfurt am Main Eckenheim seit 6 Generationen – Aktuelles

„Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst den rechten Augenblick nützen ist alles“

Arthur Schnitzler

Stadtfeste, Adventsfeste, Sommerfeste – wir genießen die schönen Augenblicke mit Ihnen und freuen uns auf die nächsten.

  

Frankfurter Neue Presse
12.12.2015 13:17 (1951 x gelesen)

Die ewige Ruhe in der Großstadt

Frankfurter neue Presse vom 17.09.2012, Von Dorette Metzmacher



Kostenloser Service: Das Friedhof-Taxi bringt ältere Bürger an die Gräber ihrer Lieben.




Der 70 Hektar große Frankfurter Hauptfriedhof entstand nach dem Muster englischer Landschaftsparks
Hier sind Berühmtheiten wie der Philosoph Arthur Schopenhauer, der Unternehmer Josef Neckermann oder der Verleger Siegfried Unseld begraben. Die FNP berichtet in einer losen Serie über den Frankfurter Hauptfriedhof.

Frankfurt. 

Wer durch den Frankfurter Hauptfriedhof spaziert, der sollte sich gut auskennen. Denn bei einem Wegenetz von gut 60 km, davon rund einem Drittel asphaltierter Strecken, kann man leicht die Orientierung verlieren.

Die Ablenkung ist groß: In einer der weitläufigsten Friedhofskomplexe in Deutschland laden die Grabstätten zu einer Reise durch die Geschichte ein. An das erste Grab von 1828 erinnert heute nur noch eine Grabplatte, die vom Steinmetzbetrieb Hofmeister 2003 gestiftet wurde. Die 52 Jahre alte Maria Catharine Alewyn aus Ams-terdam befand sich auf der Durchreise in Frankfurt, als sie unerwartet der Tod ereilte. Es war die erste Beisetzung auf dem neuen Friedhof, nachdem der seit 1452 bestehende Peterskirchhof geschlossen worden war.

Das Grab des Gärtners

Mit der Planung des Hauptfriedhof wurde der Architekt Friedrich Rumpf betraut und der Stadtgärtner Sebastian Rinz. Auf nahezu sechs Hektar Fläche entstand nach dem Muster englischer Landschaftsparks der älteste Teil des heutigen Hauptfriedhofs mit den Gewannen A bis D. Der Zugang erfolgte über das "Alte Portal‘" das Rumpf im klassizistischen Stil erbaute. Zwei Engelsköpfe des Bildhauers Johann Nepomuk Zwerger bekrönen seit 1829 den Giebel der Eingangshalle mit ihren dorischen Säulen. In dieser Form entstand auch der Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg, wobei sich der Haupteingang schon seit hundert Jahren ein Stück nördlicher in der Eckenheimer Landstraße befindet.

In Gewann C Nr. 155, nur wenige Meter unterhalb des Gruftenweges und dem sich daran anschließenden alten jüdischen Friedhof, ist das Grab von Sebastian Rinz und seiner Familie: drei schlichte Kreuze aus Muschelkalkstein und ein Grab-Obelisk, aus dessen Aufbau die kleine Statue offensichtlich gestohlen wurde.

Der aus dem bayerischen Haimhausen stammende Rinz lernte in der Hofgärtnerei Würzburg den englischen Stil der Parkgestaltung kennen und favorisieren. Mit 26 Jahren wurde Sebastian Rinz Stadtgärtner von Frankfurt. Als er den neuen Frankfurter Friedhof konzipierte, zählte die Stadt rund 45 000 Einwohner. Heute sind 700 000 Einwohner in der Finanzmetropole zu Hause. Der Hauptfriedhof ist in diesen 184 Jahren auf etwa 70 Hektar nach und nach erweitert worden und beherbergt um die 70 000 Grabstätten. Es ist eine grüne Lunge der Mainstadt – allein mit ihren circa 6200 registrierten Bäumen. Kiefern, Eiben, Ahorn oder Platanen zählen dazu, die teilweise die beachtliche Höhe von 30 Metern erreichen.

Weniger Erdbestattungen

Doch der Bedarf an Friedhofsflä-chen zeigt seit Ende der 1980er Jahre einen gegenläufigen Trend: Nur noch 55 bis 60 Prozent des Frankfurter Hauptfriedhofs sind heute belegt. Die Unterbelegung drückt auf das Stadtsäckel. Bei der Pflege sieht sich das Grünflächenamt herausgefordert: "Die Schere zwischen Flächen und Personal klafft immer weiter auseinander", so Harald Hildmann, diplomierter Landschaftsarchitekt, zuständig für den Friedhofsbetrieb und die -unterhaltung in Frankfurt. "Früher gab es mehr als 6000 konventionelle Erd- oder Feuerbestattungen pro Jahr. Heute sind es gerade mal rund 4800 auf allen 36 Frankfurter Friedhöfen." Für den Hauptfriedhof sind derzeit 45 Mitarbeiter der Stadt in der Verwaltung, als Grabmacher und Gärtner beschäftigt. Einige Arbeiten – wie beispielsweise Baumfällungen – werden als Auftragsarbeit vergeben. "Noch vor zwei Jahren konnten wir in Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur Hartz-IV-Empfänger für die Friedhofsarbeit einsetzen. In Spitzenzeiten waren so schon einmal 25 Arbeitskräfte mehr vor Ort. Auch für den kostenlosen Taxidienst waren sie im Einsatz. Die fehlen uns jetzt sehr."

Der Angehörige eines großen Familiengrabs beklagt die Situation: "Das Nachbargrab ist total verwildert. Dadurch habe ich viel mehr Unkraut bei mir zu jäten. Die Stadt kümmert sich nicht, hat anscheinend keine Leute mehr."

Dabei mag das ungepflegte Grab gar nicht der städtischen Obhut zu unterliegen. Viele dieser Gräber sind noch in der privaten Nutzungsdauer. Heute laufen die Nutzungsrechte in der Regel zwischen 20 und 40 Jahre. Doch die Angehörigen leben vielleicht in aller Welt verstreut und sind kaum zu ermitteln. Das Grab aufzulassen – nach Wahrung der Ruhezeit natürlich – wäre eine Rechtsverletzung. "Wir räumen diese Gräber nach mehreren erfolglosen Ermittlungsversuchen gärtnerisch ab. Das bedeutet: Nur der Stein bleibt stehen", erläutert Hildmann.

Defizitärer Betrieb

Der Wirtschaftsbetrieb Friedhof arbeitet defizitär. Die Überhangflä-che, die gepflegt werden muss, nimmt ständig zu, da Sarg- und Grabstätten immer seltener verkauft werden und die zunehmenden Urnenbeisetzungen weit weniger Platz benötigen. "Wir haben heute etwa 30 Prozent Erdbestattungen zu 70 Prozent Urnenbeisetzungen. Das war früher genau umgekehrt", sagt Hildmann.

Die anonymen Bestattungen liegen 2010 bei rund 12 Prozent. Den Grund hierfür sieht Harald Hildmann weniger in der Geldfrage. Die Friedhofs- und Bestattungsgebühren hat er runter gerechnet: Eine Erdbestattung in einem Einzelwahlgrab kostet mit der Nutzungsdauer von 25 Jahren 2110 Euro, das sind umgelegt auf den Tag 23 Cent. Die Urnenbeisetzung auf dem "Feld der unbenannten Gräber" mit einer Nutzungsdauer von 20 Jahren kostet 1.097 Euro, also 15 Cent pro Tag – allerdings für fünf Jahre weniger. Die Grundkosten wie Überführung und Verbrennung sind nicht mit eingerechnet. Im ersten Fall kommen darüber hinaus die Kosten für Dienstleister wie Steinmetze und eventuell die Grabpflege hinzu. Immer wieder hört Harald Hildmann das Argument älterer Menschen: "Wir wollen den Angehörigen nicht zur Last fallen."

Doch angesichts der Realität fragt man sich, ob eine anonyme Bestattung in letzter Konsequenz durchdacht ist: "Wenn die Urne gerade beigesetzt ist, finden die trauernden Angehörigen noch den Ort, an dem der Verstorbene beigesetzt wurde. Sie bringen dann häufig Blumen und legen sie dort nieder. Wenn später das Gras darüber gewachsen ist, schreiten manche mit Meterschritten das Feld ab, um die ungefähre Lage auszumachen." Gert Schirmer, Inhaber der Friedhofsgärtnerei Blumen Zwingel, weiß, wovon er redet. Er denkt an eine Kundin, die in den USA lebte und der anonymen Bestattung ihrer Mutter deshalb zustimmte. Nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt kam sie verzweifelt zu ihm und bat, unter allen Umständen und Kosten ihre Mutter in ein eigenes Grab umzubetten. Nach der neuen Friedhofsordnung von 2010 wird die Wahrung der anonymen Beisetzung in vollem Umfang durchgesetzt. Angehörige dürfen bei der Beisetzung nicht mehr anwesend sein. Seitdem nimmt die Zahl der Rasengräber zu, die mit einer Namensplatte versehen sind. Die Kosten für den Steinmetz fallen zwar an, es gibt aber keine Pflegekosten. Die Stadt übernimmt das Mähen der Rasenflächen.

200 Ehrengräber

Das Familiengrab von Sebastian Rinz ist laut Magistratsbeschluss ein Ehrengrab. Diese Auszeichnung wird Grabstätten ausgewählter verstorbener Bürger zugedacht, die sich um Frankfurt verdient gemacht haben. Damit tritt die Stadt in die Verpflichtung ein, sich um den Erhalt dieser Gräber zu kümmern; derzeit gibt es 200 Stück. Weiterhin obliegen der Stadt die Pflege und Instandhaltung der denkmalgeschützten Gräber. Um diese finanzielle Last ein wenig einzudämmen, werden seit fünfzehn Jahren Patenschaften vergeben: Der Pate übernimmt die Verantwortung für Pflege und Instandhaltung des Grabes, dafür erhält er ein Nutzungsrecht an der Stätte. Die Paten sind ein Segen für Frankfurt. Sie erhalten das kulturelle Erbe der Stadt unter teilweise nicht unerheblichem finanziellen Aufwand. Günther Beeg hält allein 13 Patenschaften, Dieter Georg zehn von den insgesamt 200 Patenschaften. Rund 150 hat Georg bereits dauerhaft vermittelt. Es sei eine richtige Gemeinschaft der Paten entstanden. Man helfe sich gegenseitig bei der Pflege, gieße für den Anderen, wenn er in Urlaub fahre. Das Engagement sei enorm.

Auch erhaltenswerte alte Grabsteine stehen zum Verkauf, bevor sie abgeräumt werden. Bei der Friedhofsverwaltung ist die Auswahl katalogisiert. Diese Steine dürfen überarbeitet und versetzt werden.

Sebastian Rinz würde sich sicher freuen, könnte er das Leben auf seinem Friedhof sehen: Eine junge Frau genießt auf einer Bank ihre Mittagspause im Sonnenschein, ein Pärchen steht Hand in Hand vor einem Grab und liest den Namen. Zahlreiche Teilnehmer einer der Führungen mit Kultstatus von Christian Setzepfandt, Björn Wissenbach oder anderen Geschichtskennern spazieren über den Friedhof. Manchmal kommt Alexandra Tolba, Inhaberin von Blumen Bock, mit einer Gruppe kleiner Schulkinder vorbei. Sie haben Fragen über Fragen zum Tod und zum Friedhof. Sie bringt ihren begeisterten jungen Zuhörern die Trauerkultur näher.

Ganz früh morgens hat die Tierwelt den Friedhof für sich: die Vögel, die Eichhörnchen und Familie Fuchs auf der Suche nach Essbarem. Sogar ein Bussard ist kürzlich gelandet.

Artikel vom 17.09.2012, 03:22 Uhr (letzte Änderung 13.04.2013, 23:10 Uhr)


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
Aktuelles Untertext
blockHeaderEditIcon

Bei Fragen zu aktuellen und geplanten Veranstaltungen kontaktieren Sie uns. Wir stehen Ihnen gern persönlich vor Ort in unserem Blumenhaus Bock in der Eckenheimer Landstraße 244 in Frankfurt am Main Eckenheim zur Verfügung, telefonisch unter der Nummer ++49(0)69 - 56 78 00, per Fax unter der Nummer ++49(0)69 -56 33 84, per E-Mail an blumenbock@web.de oder über unser Kontaktformular.

Blumen-Bock. Mehr als Blumen.

Blumenhaus Bock. Fachgeschäft für Floristik, Trauerfloristik und Friedhofsgärtnerei in Frankfurt Eckenheim am Frankfurter Hauptfriedhof.
Floristisches Handwerk seit 1841.

Fusszeile
blockHeaderEditIcon

Blumenhaus Bock

Eckenheimer Landstraße 244
60320 Frankfurt

Telefon: 069 - 56 78 00 
Fax: 069 - 56 33 84 
Email: blumenbock@web.de 


YELP - Kunden-Bewertungen für Blumen-Bock FrankfurtGoogle - Kunden-Bewertungen für Blumen Bock Frankfurt

Oeffnungszeiten
blockHeaderEditIcon

Unsere Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 7:30 Uhr bis 18:30 Uhr
Samstag: 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr

  

Impressum    Datenschutz

FZ-Fleurop
blockHeaderEditIcon
Fleurop Blumen Service

Euroflorist Blumen Service

bestattungen-in-frankfurt.de

FZ-Floraqueen
blockHeaderEditIcon
Flora Queen Blumen Service

Schwind Bestattungsinstitut Frankfurt

FZ-Friedhof-Logos
blockHeaderEditIcon
Genossenschaft der Friedhofsgärtner Frankfurt

Hauptfriedhof Frankfurt

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail